Vera Mayr

17.03.17

Studieren mit Hund


Hunde sind die besten Freunde des Menschen, davon sind alle Hundeliebhaber sicherlich überzeugt. Deshalb würden sie ihren geliebten Vierbeiner am liebsten überall hin mitnehmen: zum Spazieren gehen, zum Einkaufen, zum Sport und auch in die Arbeit und zum Studium.

Grundsätzlich ist diese Einstellung natürlich lobenswert, da ein Hund nicht den ganzen Tag alleine in der Wohnung gelassen werden darf. Wer mit dem Gedanken spielt, sich während des Studiums einen Hund zu holen, der sollte sich über ein paar Punkte Gedanken machen.

 

Wohnsituation: Wichtig ist es, zunächst einen Blick in den Mietvertrag zu werfen und zu überprüfen, ob Hunde in der Wohnung überhaupt erlaubt sind. Sollte sich das aus dem Vertrag nicht erschließen lassen, empfiehlt es sich den Vermieter zu kontaktieren. Wer in einer WG lebt, muss den Hundekauf zusätzlich mit den Mitbewohnern abklären. Natürlich ist euer Hund dann auch bei allen weiteren Umzügen immer wieder ein wichtiges Thema. 

 

Zeit: Ein Hund braucht Aufmerksamkeit und Bewegung. Das ist den meisten Menschen, die einen Hund bei sich einziehen lassen wollen, klar. Zwar kann ein Hund generell für ein paar Stunden alleine gelassen werden, es sollte jedoch keinesfalls zum Dauerzustand werden. Der Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) empfiehlt, einen einzeln gehaltenen Hund nicht länger als fünf Stunden alleine zu lassen und mindestens zweimal täglich für insgesamt zwei Stunden mit dem Hund nach draußen zu gehen. Besonders zeitintensiv ist es, wenn ein Welpe ins Haus kommt. Welpen brauchen in den ersten fünf Monaten ihres Lebens intensive Pflege und Kontakt zum  Menschen. Bis sie Stubenrein sind, muss man mit ihnen, besonders in den ersten Monaten, alle paar Stunden nach draußen gehen. Auch was das Thema Fütterung betrifft, sind Welpen zeitintensiv, da sie mehrmals täglich eine kleine Mahlzeit erhalten müssen.

Geld: Einen Hund zu halten, kann teuer sein. Die Anschaffungskosten für einen Hund hängen davon ab, ob man das Tier bei einem Züchter kauft, oder aus dem Tierheim adoptiert. Davon, Hunde aus einer Zoohaltung zu kaufen, ist abzuraten, da die Haltung der Tiere oft sehr schlecht ist. Innerhalb der ersten zwei Wochen nach dem Kauf, muss der Hund bei der Stadt angemeldet werden und eine Hundesteuer wird fällig . In Ludwigsburg beträgt die Hundesteuer 120€ im Jahr . Bei einem sogenannten Listenhund (Pitbull etc.) sind es 720€ im Jahr. In Stuttgart liegt die Hundesteuer bei 108€ im Jahr, bei Listenhunden fallen 612€ im Jahr an. Hinzu kommt die dringend empfohlene Haftpflichtversicherung für Hunde, die Erstausstattung (Hundebett, Leine, Spielzeug, Näpfe) und natürlich weitere wichtige Dinge, wie Futter und Kotbeutel. Ein Kostenfaktor, der nicht unterschätzt werden darf, sind die Arztkosten. Dafür sollte man sich auf jeden Fall ein kleines finanzielles Polster anlegen.

 

Zuletzt gibt es noch eine offene Frage: Kann ich meinen Hund mit zur Hochschule nehmen? Das wird von jeder Hochschule oder Uni individuell geregelt und ist häufiger erlaubt, als man erwarten mag. An der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg muss die Erlaubnis, seinen Hund mit an die Hochschule zu nehmen, direkt beim Rektor erbeten werden. Wenn also die Wohnsituation geklärt ist, genug Zeit und Geld zur Verfügung stehen und die Erlaubnis eingeholt ist, kann ein Hund bedenkenlos in die eigenen vier Wände einziehen.