Anna-Lena und Janina

17.03.2017

Die verzweifelte Lernplatzsuche

Endlich Mittagspause. Es ist Montag, draußen regnet es und ich bin auf der verzweifelten Suche nach einem Lernplatz.

 

Voll bepackt mache ich mich auf den Weg zu den Gruppenarbeitsplätzen der Bib, natürlich ist schon alles belegt.

Nachdem ich jedes weitere Stockwerk der Bib durchforstet habe, gehe ich wieder denselben Weg zurück ins Gebäude 1 – im Regen. Als wäre ich nicht schon verschwitzt genug, begebe ich mich in den stickigen Gang zwischen Gebäude 1 und 2. Nur um auch hier festzustellen, dass es keinen freien Platz mehr gibt. Plötzlich stehe ich in einem leeren, grauen Schlauch – setze ich mich jetzt auf den Boden und riskiere eine Blasenentzündung? 


Selbst vor dem Lit-Café sind die runden Tische prall gefüllt. Wohin jetzt mit mir und meinen Büchern? In der Mensa ist es laut, voll und es stinkt nach Fritteuse. Außerdem bräuchte ich ja eigentlich auch noch eine Steckdose für meinen Laptop. Wie sieht es denn wohl im zweiten Stock aus? Gibt es noch eine leere Bank? Fehlanzeige!


Genervt und außer Atem laufe ich die Treppe runter, doch auch in den PC-Räumen finde ich keinen Platz. Eigentlich darf ich mich gar nicht aufregen, denn vor dem Umbau war die Situation noch schlechter. Mir geht ein Licht auf – irgendwo muss doch noch ein Seminarraum frei sein? Doch im Hinterkopf schwebt mir, dass es ja überhaupt nicht erlaubt ist dort zu arbeiten. Grund dafür sind, laut dem technischen Leiter der PH, die Sicherheitsvorschriften, die besagen, dass die Räume prinzipiell geschlossen sein müssen. Bei individueller Nutzung kann man einen Dozenten fragen, aber welchen frage ich da? Wer ist überhaupt im Haus, den ich kenne und der auch noch für so etwas Zeit hat?
So langsam geht mir der Nerv und die Zeit aus. Jetzt lohnt es sich auch nicht mehr anzufangen.


Es muss sich definitiv was ändern!